Wochenendeende
Jott sei Dank! Aber ooch!
Da kommste rein am Morgen und es is immer detselbe. Zuverlässich. Aus Herrn B. tun immer die villen Stimmen sprechen, mal laut mal leise, Herr O. schwankt ununterbrochen halb- oder jar nicht bekleidet von Raum zu Raum, Frau V., unser süßet Muttchen, kricht die Meise, wenn se ma was selbständig machen soll (z. B. Essenskarten ausfüllen) und Herr A. schlurft mit seiner Mischung aus Weihnachtsmann-Mützken und Sendemast-Attrappe alle zwee Minütschen ins Schwesternzimmer und krächzt nach Tavor (welchet is een Beruhigungmittel – wo ick vielleicht och noch erwähnen sollte, det der Herr A. eher een Aufputschmittel erster Jüte oder een neuet Akku vertragen könnte. Aber det Tavor is für ihn wohl so ne Art Lebensmittel. Und haps! Mahlzeit!).
Und det Schöne: Es ändert sich nix. Allet jeden Tag beim Alten. Denn, guckst du, so eine Psychose is hartnäckig. Weeßtde wenigstens, woran de bist, was de von den meisten anderen Verrückten, die eenem uf der Straße oder im Alltag entgegengrienen, nich jerade behaupten kannst. Da weeßte nix. Find ick persönlich nich so schön.
Kennste nich? Guckst du ...
der Alex

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