Zurück in Guangzhou
Mittlerweile ist es 8.00 Uhr morgens.
Der Morgen endete in einem Flughafen-Armagedon. Guangzhou ist nach dem heftigen Regengüssen angeblich überflutet und hier am feijichang - Flughafen - ist Land unter.
Der Morgen endete in einem Flughafen-Armagedon. Guangzhou ist nach dem heftigen Regengüssen angeblich überflutet und hier am feijichang - Flughafen - ist Land unter.
Katastrophale Desorganisation, oder einfach wirklich ein Gaugau.
Ich frage alle ausländischen Touristen, die ich sehe, ob sie irgendwelche Informationen bekommen haben. Niemand weiß, wie es weitergeht.
Vor dem Counter, an den man sich wenden soll, Menschentrauben, keine wirkliche Chance da ranzukommen, geschweigde dem irgendeine Frage loszuwerden.
Hier auch wieder kleine Revolutionen. Leute, In- wie Ausländer, die über den Counter klettern und erklären, sie würden sich nicht mehr bewegen, bevor dies und das passiere.
Die Sicherheitsleute wirken recht ratlos. Gutes Zureden ist ihre Taktik, nur die greift nicht mehr. Die Boden-Crew ist so überfordert, dass ich mich wundere, warum die noch keine Konterrevolution gestartet haben. Alle sind müde und total ausgelaugt, es gibt niemanden, den man für seinen eigenen Verdruss zur Rechenschaft ziehen kann. Die Stimmung ist auf allen Seiten kriegerisch. Das Tolle ist, ich bin dabei.
Nach mittlerweile 13 Stunden fehlt es mir an allem. Dusche, frische Kleidung, Schlaf, Essen, Rat.
Ich kann nicht weg aus dem Raum, in dem im Halbstunden-Takt ein bis sechs Koffer aus den Untiefen des Flughafens wie ein Wunder wieder auftauchen.
Seit Stunden versuche ich, an mein Gepäck zu kommen. Ich kann nicht an den Counter, weil inzwischen noch mehr verärgerte Fluggäste dazugekommen sind – die, die an diesem Morgen fliegen wollten. Ich kann nichts, gar nichts, aber auch überhaupt nichts tun. Nur hoffen. Hoffen, das dies hier irgendwann zu Ende ist, hoffen, dass ich irgendwann – morgen, übermorgen – wieder schlafen darf.
Stunden später halte ich meinen persönlichen Hauptgewinn des Tages in den Händen: Koffer, meinen.
NUR noch ein neues Flugticket ergattern. Auch dafür finde ich zu guter Letzt einen Ansprechpartner. Jetzt muss ich nur noch zurück in die Stadt, eine Tages-Schlafstadt und eine Dusche suchen, um dann heute Abend nochma frisch einzusteigen. Ob mein Flug dann wirklich um 21.00 Uhr geht? Es wird spannend. Alles.
PS: Als ich nach einer Stunde Busfahrt endlich in der U-Bahn stehe, sehe ich die Bilder des Tages: Wasserfälle, die sich wohl gestern Abend in einige Kantoner U-Bahnstationen ergossen, Fahrgäste, die fast knietief im Perl-Fluss-Brackwasser stehen. Da wars ja am Flughafen noch richtig gemütlich.
Ich frage alle ausländischen Touristen, die ich sehe, ob sie irgendwelche Informationen bekommen haben. Niemand weiß, wie es weitergeht.
Vor dem Counter, an den man sich wenden soll, Menschentrauben, keine wirkliche Chance da ranzukommen, geschweigde dem irgendeine Frage loszuwerden.
Hier auch wieder kleine Revolutionen. Leute, In- wie Ausländer, die über den Counter klettern und erklären, sie würden sich nicht mehr bewegen, bevor dies und das passiere.
Die Sicherheitsleute wirken recht ratlos. Gutes Zureden ist ihre Taktik, nur die greift nicht mehr. Die Boden-Crew ist so überfordert, dass ich mich wundere, warum die noch keine Konterrevolution gestartet haben. Alle sind müde und total ausgelaugt, es gibt niemanden, den man für seinen eigenen Verdruss zur Rechenschaft ziehen kann. Die Stimmung ist auf allen Seiten kriegerisch. Das Tolle ist, ich bin dabei.
Nach mittlerweile 13 Stunden fehlt es mir an allem. Dusche, frische Kleidung, Schlaf, Essen, Rat.
Ich kann nicht weg aus dem Raum, in dem im Halbstunden-Takt ein bis sechs Koffer aus den Untiefen des Flughafens wie ein Wunder wieder auftauchen.
Seit Stunden versuche ich, an mein Gepäck zu kommen. Ich kann nicht an den Counter, weil inzwischen noch mehr verärgerte Fluggäste dazugekommen sind – die, die an diesem Morgen fliegen wollten. Ich kann nichts, gar nichts, aber auch überhaupt nichts tun. Nur hoffen. Hoffen, das dies hier irgendwann zu Ende ist, hoffen, dass ich irgendwann – morgen, übermorgen – wieder schlafen darf.
Stunden später halte ich meinen persönlichen Hauptgewinn des Tages in den Händen: Koffer, meinen.
NUR noch ein neues Flugticket ergattern. Auch dafür finde ich zu guter Letzt einen Ansprechpartner. Jetzt muss ich nur noch zurück in die Stadt, eine Tages-Schlafstadt und eine Dusche suchen, um dann heute Abend nochma frisch einzusteigen. Ob mein Flug dann wirklich um 21.00 Uhr geht? Es wird spannend. Alles.
PS: Als ich nach einer Stunde Busfahrt endlich in der U-Bahn stehe, sehe ich die Bilder des Tages: Wasserfälle, die sich wohl gestern Abend in einige Kantoner U-Bahnstationen ergossen, Fahrgäste, die fast knietief im Perl-Fluss-Brackwasser stehen. Da wars ja am Flughafen noch richtig gemütlich.
Guckst du.
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