Bin ich jetzt doch angekommen?
7.00 Uhr morgens. Nachdem ich gestern um kurz nach fünf ins Bett gefallen und erst um 22.00 Uhr wieder aufgewacht bin, wird China doch China. Ich habe eine Ecke gefunden - jeder Meter ist entscheidend - in der ich den Router erreiche. Ich bin also online, kann bequem sitzen UND schreiben. Und was macht an diesem Morgen China zu China? Eine Chinesin wandert mit der Zahnbürste im Mund quer durch den Hofgarten, aus der Gemeinschaftsküche dringen erste Geräusche. Hier unten - ich bin im ersten Stock zuhause - sind die Schlafsäle. Sechser-Schlafräume, um genau zu sein. Hier kommen auch Familien unter, die sich Hangzhou ansehen, ein wenig Urlaub machen. Und in der Gemeinschaftsküche kann jeder kochen. Eine Mama ist bereits dabei, ihr Fleisch für den Abend zu klopfen, Papa bereitet anderes vor. Das ist das, was mich heute Morgen ankommen lässt. Ich fühle mich zuhause. Vieles ist ungezwungen, praktisch geht vor.
Es regnet. Vielleicht zwingt das die vielen Mücken um den Westsee in die Knie. Sehe aus wie Rhabarber-Streussel.
Können Mücken in die Knie gehen? Nun, der zweite Tag wird es zeigen.
狄思杰
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